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Drucker Verbrauchsmaterial |
Warum sehen eigentlich ausgedruckte Beispielfotos im PC-Shop oft viel besser aus als die eigenen Ausdrucke? Nun, hier hat der Druckerhersteller zu optimalem Papier gegriffen und natürlich auch eine perfekte Vorlage verwendet. Beides ist besonders wichtig für überzeugende Druckergebnisse.
Viele unterschiedliche Papiere buhlen um die Gunst des Käufers. Günstige Papiere, die in Drucker, Kopierer oder Schreibmaschine passen wie auch dicke Hochglanzvarianten mit relativ hohen Seitenpreisen jedoch ideal für fotorealistische Ausdrucke.
Hier gilt es, den optimalen Mittelweg zu finden, also überzeugende Ausdrucke auf bezahlbarem Papier. Oft ist man dabei auf Kompromisse angewiesen, so dass es sinnvoll ist, verschiedene Papiersorten für unterschiedliche Zwecke zu verwenden.
Welche Papiersorten für welche Aufgabe am besten geeignet sind und worauf Sie bei der Auswahl der besten Sorte achten sollten, erklären wir in den folgenden Kapiteln. (pr)
Grundsätzlich gilt: je besser das Papier, desto höher die erzielbare Druckqualität. Um abschätzen zu können, welche Ergebnisse sich mit den unterschiedlichen Papierarten erreichen lassen, muss man deren Eigenschaften kennen. Wir stellen deshalb die gängigsten Papiere vor und beschreiben kurz deren Charaktere.
Normalpapier
Hiermit ist Kopierpapier gemeint, das man häufig sogar als Angebot im Supermarkt findet. Normalpapier ist sehr leicht und dünn und in der Regel unbeschichtet, so dass es unkontrolliert Tinte absorbiert. Diese dringt tief in das Papier ein und vermischt sich dort. Folge: die ineinander laufenden Farben - man spricht auch von ausbluten - führen zu einem kontrastarmen, fast matschig wirkendem Bild mit blassen Farben und geringer Leuchtkraft. Zudem führt die große Saugfähigkeit des Papiers zu erhöhtem Tintenverbrauch.
Normalpapier eignet sich somit nicht zur Ausgabe von Fotos. Für den Briefwechsel ist es schon eher verwendbar. Allerdings muss man auch hier mit Verlaufen der Farbe rechnen. Dies macht sich durch leicht unscharf wirkende Buchstaben bemerkbar. Für die Kündigung des Mietvertrages kann man es guten Gewissens verwenden. Eine Bewerbung sollte man aber lieber auf anderem Papier ausgeben.
Für Schwarz-Weiß-Laserdrucker ist Normalpapier dafür sehr gut geeignet. Im Gegensatz zur Tinte verläuft der aufgebrachte Toner nicht, das Schriftbild ist klar.
Inkjetpapier
Inkjetpapier ist weißer als Normalpapier und besitzt somit eine höhere Leuchtkraft. Zudem saugt es die Farben nicht auf, wodurch das Ausbluten verhindert wird. Dadurch erhält man besseren Kontrast, höhere Farbsättigung und leuchtendere Farben gegenüber Normalpapier. Fotos wirken deutlich lebendiger und Texte sind dank klarerem Schriftbild lesbarer.
Inkjetpapier bietet sich somit für jeglichen Schriftwechsel an, der einen guten Eindruck hinterlassen soll. So lassen sich auch kleinere Fotos, wie beispielsweise das Passfoto für eine Bewerbung, ansprechend wiedergeben.
Inkjetpapier ist ein absoluter Allrounder, das bei Texten, Grafiken, und Konstruktionszeichnungen eine besonders gute Figur macht. Für Erinnerungsfotos, die man dauerhaft im Bilderrahmen aufstellen möchte, ist es aber nicht die erste Wahl. Dafür eignet sich Fotopapier deutlich besser.
Fotopapier
Fotopapier gibt es in vielen verschiedenen Varianten. Angefangen vom leichten matten Papier, bis zum schweren hoch glänzenden Karton. In diesem Abschnitt behandeln wir das große Mittelfeld mit den günstigeren und leichteren Versionen.
Die Papiere sind optimiert für den Fotodruck. Das heißt, sie sind mit einer Schicht überzogen, die den Farbauftrag absolut konstant hält, also dafür sorgt, dass jeder Tintentropfen dort bleibt, wo der Drucker ihn hingesetzt hat und nicht verläuft.
Es gibt sie meist mit matter oder glänzender Oberfläche. Somit hat man hier die gleiche Wahl wie auch im Fotolabor für die Entwicklung herkömmlicher Fotos. Allerdings ist es nicht nur eine Geschmacksfrage, denn die unterschiedliche Oberfläche stellt auch die Fotos unterschiedlich dar.
Hochglanzpapier kann kleinste Bilddetails besser herausarbeiten, so dass die Fotos schärfer und kontrastreicher wirken. Gleichzeitig deckt diese Eigenschaft auch kleine Bildfehler gnadenlos auf, wie beispielsweise eine leichte Unschärfe des Fotos. Diese würde man bei mattem Papier nur bei genauerem Hinsehen bemerken.
Insgesamt können Ausdrucke auf Fotopapier mit denen von Laboren konkurrieren. Allerdings fühlt man bei leichteren dünneren Sorten in der Hand den Unterschied zum professionellen Abzug.
Nachteil von Fotopapieren: sie sind für den Textdruck weniger geeignet. Wenn auch das Schriftbild gar nicht so schlecht ist, hinterlässt ein Brief auf dickem glänzendem Papier doch einen ungewohnten Eindruck. Hinzu kommt, dass der Seitenpreis für den Textdruck zu hoch ist.
Premium Fotopapier
In diese Rubrik fällt das so genannte Glossy-Papier. Das ist dicker Hochglanzkarton, also schweres Papier, dass exakt das gleiche Gefühl vermittelt wie ein Laborabzug. Premium Fotopapier ist die erste Wahl, wenn man Fotos in allerhöchster Qualität drucken möchte.
Die Bilder besitzen eine hohe Brillanz, kräftig leuchtende Farben und einen ausgezeichneten Kontrast. Die Papiere sind hervorragend für Bilder geeignet, die man im Bilderrahmen aufstellen und Verwandten und Bekannten schenken möchte.
Sonstige
Neben den genannten Arten, gibt es noch eine ganze Reihe Spezialpapiere, wie beispielsweise für den Visitenkartendruck, CD-Hüllen und andere. Daneben gibt es Transferpapiere für die Gestaltung von T-Shirts oder Kaffeetassen. Auch Spezialfolien für die Präsentation auf einem Overhead-Projektor sind erhältlich. Ihre Anwendung ist selbst erklärend und wird hier daher nicht näher erläutert.
Die bisher genannten Eigenschaften der unterschiedlichen Papierarten geben bereits einen guten Überblick über deren Verwendungszweck. Doch um aus der Menge des Angebots das Beste herauszufiltern und dem Probeausdruck im PC-Shop ein wenig näher zu kommen, ist es nötig, sich etwas eingehender mit der Beschichtung der Papiere zu befassen.
Man unterscheidet zwei Formen: quellendes und poröses Papier. Die Grundbasis unter dem Beschichtungsauftrag ist in der Regel identisch, da sie auf das Bild keinen Einfluss hat. Sie sollte nur möglichst dick sein, um das gleiche schwere Gefühl eines Fotoabzugs zu vermitteln.
Quellend
Gilt ein Papier als quellend, zieht die Tinte relativ langsam in das Papier ein. Dabei quillt das Papier bis auf etwa dreifache Dicke auf. Während des relativ langen Trocknungsprozess´ zieht es sich aber wieder zur Ursprungsdicke zusammen. Dabei kapselt es die Farben, bzw. die Tinte förmlich ein. Somit sind diese besonders resistent gegen Verwischen und auch weniger stark dem Alterungsprozess ausgesetzt, soll heißen: sie leuchten länger.
Da die Tinte aber langsam einzieht, sind quellende Papiere nicht besonders gut für sehr schnelle Drucker geeignet. Grund: die Tinte verwischt leicht beim Transport durch das Gerät. Bei langsamen Tintenstrahlern besteht diese Gefahr nicht.
Bild: Hewlett Packard
Verhalten von quellendem Papier
Links: neues Papier; Mitte: nach dem Druck; Rechts: nach dem Trocknen
Porös
Poröses Papier nimmt die Tinte sehr schnell auf. Man erreicht das durch den Auftrag kleinster Partikel, die so über- und nebeneinander liegen, dass die Tinte schnell und gezielt in die Zwischenräume eindringen kann. Somit kommt es auch bei sehr fixen Druckern nicht zu Verwischern.
Nachteil allerdings: die Oberfläche ist nicht versiegelt wie beim quellenden Papier. Das bedeutet, dass Luft, insbesondere Ozon, genauso leicht wie die Farbe in die Poren eindringen kann. Da das Ozon neben dem Sonnenlicht größter Feind der Farben ist, verblassen sie auf diesem Papier schneller. Besonders ärgerlich: selbst an dunklen Stellen, wie im Fotoalbum, wo kein Licht hingelangt, altern auf porösem Papier gedruckte Bilder schneller, da auch dort das Ozon hingelangt.
Bild: Hewlett Packard
Verhalten von porösem Papier
Links: neues Papier; Mitte: nach dem Druck; Rechts: nach dem Trocknen
Nicht immer lässt die Beschreibung eines Papiers Rückschlüsse auf die Beschichtung zu. Daher sollte man im Zweifelsfall die Webseite des Papierherstellers aufrufen und dort die Beschaffenheit kontrollieren.
Einen kleinen Anhaltspunkt geben aber markante Aussagen in der Beschreibung. So kann man hinter Ausdrücken wie "Schnell trocknend", "Instant dry" oder Vergleichbarem meist ein poröses Papier vermuten. Spricht der Hersteller dagegen von langer Haltbarkeit der Leuchtkraft, handelt es sich oft um quellendes Papier.
Wie schon in den vorherigen Abschnitten angesprochen, gibt es Papier mit unterschiedlichem Gewicht. Man misst dafür das Gewicht eines Bogens von einem Quadratmeter Fläche. Normalpapiere sind mit 90 bis 100 Gramm (pro Quadratmeter) sehr leicht. Sie sind dünn und lassen das Gedruckte leicht durchschimmern. Für Laserdrucker und Kopierer gibt es sogar noch leichtere Varianten mir nur 80 Gramm und darunter.
Fotopapier hat demgegenüber meist ein Gewicht von mindestens 150 Gramm und ist somit schon nahezu doppelt so dick. Premium Fotopapier wiegt sogar noch mehr. Bis weit über 200 Gramm bringt es auf die Waage. Das ist schon so dick, dass man auch von Karton spricht. Erst ab etwa 200 Gramm kommt das Gefühl auf, ein richtiges Foto in den Händen zu halten.
Doch bevor Sie schwere Wahre kaufen, kontrollieren Sie in jedem Fall, ob Ihr Drucker damit auch zurechtkommt. Denn jedes Gerät hat eine Obergrenze. Nicht jeder Drucker kann gewichtigen Karton aufnehmen.
Im Abschnitt zu den unterschiedlichen Papierarten haben wir bereits erklärt, dass für Foto- und Textdruck jeweils andere Papiere nötig sind. Darüber hinaus gibt es noch weiteres zu berücksichtigen.
Wer nämlich Papier von zwei Seiten bedrucken möchte, beispielsweise für ein Faltblatt, sollte zu einer Sorte greifen, die explizit dafür ausgelegt ist. Es muss entweder doppelseitig beschichtet sein oder so dick, respektive schwer, dass nichts durchscheint oder gar Tinte durchsickern kann.
Apropos Faltblatt, für Dokumente, die durch viele Hände wandern und lange halten sollen, bevor sie einreißen oder unansehnlich werden, sollte man etwas dickeres Papier verwenden, da dieses widerstandsfähiger ist.
Einschneidender Nachteil selbst gedruckter Fotos gegenüber Laborabzügen ist die kürzere Haltbarkeit. Oft fangen Bilder schon kurz nach dem Druck an zu verblassen. Die Ursache liegt meist darin, dass die Tinte ungeschützt den Umgebungseinflüssen ausgesetzt ist.
Ärgster Feind ist das direkte Sonnenlicht. Es nimmt den Farben schnell die Leuchtkraft. Auch die Luft, insbesondere das Ozon, sowie die Luftfeuchtigkeit setzen den Bildern zu. Wer lange Freude an seinen Bildern haben möchte, sollte daher einiges berücksichtigen.
Wenn möglich, sollten Sie bei der Wahl des Papiers zu einer quellenden Version greifen. Das konserviert die Farben von Haus aus schon recht gut. Weiterhin kann man Spezialtinte wählen, die auf Langlebigkeit getrimmt ist und für länger anhaltende Leuchtkraft sorgen soll.
Ist ein Bild gedruckt, hängen Sie es niemals in direktes Sonnenlicht. Da macht früher oder später jedes Bild schlapp. Bewahren Sie Fotos am besten in einem Bilderrahmen hinter Glas auf. Das Glas bremst die Luftzufuhr sehr stark, so dass das Ozon nur eine kleine Chance hat. Auch vor Zigarettenrauch ist es dort besser geschützt. Hohe Luftfeuchtigkeit gilt es ebenfalls zu vermeiden. Sie weicht die Farben wieder auf und lässt sie vermischen. Das Bild wirkt dann mit der Zeit immer matschiger.
Wenn nicht ausdrücklich anders beschrieben, besitzt jedes Papier immer eine optimierte Seite für den Ausdruck. Nur auf dieser kann man optimale Ergebnisse erzielen. Achten Sie deshalb stets darauf, dass die bedruckbare Seite zu den Druckköpfen zeigt. Bei Hochglanzpapier ist diese leicht auszumachen, schwieriger kann es mitunter beim Inkjetpapier sein.
Können Sie die bedruckbare Seite auf dem Papier nicht ausmachen, sehen Sie auf der Verpackung nach. Dort ist meistens eine Markierung für die jeweilige Seite angebracht. Selbst bei Normalpapier gibt es häufig Markierungen. Suchen Sie nach einem kleinen Pfeil an der Seite der Packung.
Leider allzu oft druckt man Fotos, die auf dem Monitor perfekt aussehen, auf dem Papier aber einen Farbstich haben, oder zu hell respektive dunkel sind. Ursache dafür ist, dass die Monitoreinstellungen nicht an den Drucker angepasst sind. Abhilfe schafft eine Kalibrierung, also ein Abgleich der Farben. Besonders leicht und effektiv geht das mit dem Digital Quality Tool.
Leichte Unterschiede sind aber leider nie auszuschließen, da leuchtende Bilder (wie am Monitor) immer lebendiger wirken als gedruckte. Hinzu kommt, dass das vom Monitor verwendete RGB-Farbmodell mehr Farben darstellen kann als das vom Drucker verwendete CMYK-Farbmodell.
Auch die Einstellungen im Druckdialog haben Einfluss auf die Bildqualität. Hier muss unbedingt als Medium das eingelegt Papier gewählt sein, da der Drucker den Farbauftrag nach dieser Einstellung vornimmt.
Fehlt eine mögliche Vorauswahl, müssen Sie durch Ausprobieren der vorhandenen Parametereinstellungen die optimalen Werte für Ihr Papier suchen. Das verbraucht leider etwas Papier und Tinte, doch wenn Sie die so ermittelten Werte abspeichern, ist für die Zukunft gute Bildqualität gesichert.
Übrigens, testen Sie doch mal den Druck in niedrigeren Auflösungen. Sie werden erstaunt sein, wie gut die Bildqualität ist und wie viel schneller der Druckvorgang abgeschlossen ist.
Um das zu Beginn angesprochene Testbild in gleicher Qualität drucken zu können, ist also auch entsprechend gutes Papier nötig. Selbst beste Drucker können auf Normalpapier nur mittelmäßige Bildqualität liefern.
Doch mit dem richtigen Papier alleine ist es nicht getan. Man braucht auch eine sehr gute Vorlage, einen guten Drucker, gute Tinte sowie optimale Einstellungen für den Monitor und die Druckausgabe. Nur wenn alles stimmt, können Drucker und Papier zur absoluten Höchstleistung auflaufen.
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